Akupunktur hiflt bei Stress und Burnout

Was ist ein Burnout Syndrom ?

Nicht wenige Menschen haben oft das Gefühl am Limit oder schon darüber hinaus mit ihrer Energie zu sein. Die Menschen fühlen sich getrieben und völlig überlastet, haben ständige Unruhe und können dem Druck von äußeren Stressfaktoren nicht mehr standhalten. Burnout ähnelt häufig auch Depression und dem chronischen Erschöpfungssyndrom, nur sieht man hierbei zu Beginn mehr noch das Getriebensein und die Unruhe. Burnout ist eine Folge vom Stress im Berufsleben. Darüber hinaus haben die Menschen sich auch in einen Lebensryhthmus begeben, wo sie ständig bereit sind, Emails zu checken, das Handy zu nutzen und nie zur Ruhe zu kommen. Menschen mit dem Burnout-Syndrom haben unspezifische körperliche Symptome wie körperliche Erschöpfung, Magen-Darm-Störungen, Muskelverspannung, Kopfschmerzen bis hin zu Migräne, Atembeschwerden wie Luftnot, Herzrasen bis hin zu Bluthochdruck. Für die Menschen steht oftmals die seelische Erschöpfung im Vordergrund. Sie fühlen sich ausgebrannt, depressiv, müde, ängstlich und haben ein vermindertes Selbstwertgefühl. Es kann soweit kommen, dass sie sich immer mehr von der Gesellschaft abgrenzen und isolieren.

Das Burout-Syndrom fängt wie eine Erschöpfung an und geht dann über in eine Überaktivität, die selbst in unserer Freizeit nicht reduziert wird. Das Leben ist ständig unter Strom. Neben der chronischen Müdigkeit haben Menschen auch Unruhe, das Gefühl getrieben zu sein und eine schlechte Schlafqualität. Kommen wir aus dieser Phase nicht mehr heraus, kommt eine Phase wo die Lebensfreude verloren geht, das Leben uns bedroht und körperliche und seelische Anspannungen empfunden werden. Die Menschen ziehen sich immer mehr aus dem Leben zurück. Geraten Menschen in diese Phase des Burnout ist die Leistungsfähigkeit sehr herabgesetzt und sie ziehen sich noch mehr aus dem Leben zurück. Alles ist für Burnout Betroffene dunkel und negativ belegt. Sie empfinden kein Licht mehr in ihrem Leben. Im Burnout können die Menschen auch nichts mehr kompensieren und verbergen, sie stecken in diesem Zustand. Es ist wichtig, den Begriff Burnout nicht sofort bei jeglichem am Limit-Sein-Gefühl zu verwenden. Aber genauso ist es wachsam zu sein, dass Menschen mit Erschöpfung nicht in das Burnout abgleiten.

Beschreibung des Burnout in der TCM

Schaut man die oben genannten Symptome an, fühlt den Puls von Menschen mit Burnout, so fällt in den meisten Fällen ein starker Yang Mangel auf. Das Yang, die Lebenskraft ist geschwächt.
Benutzen wir mal das Bild von Daunenfedern. Jede Feder ist ein Teil Yang. Haben wir viele Daunenfedern haben wir auch viel Yang. Yang ist per Definition außen, Yin Innen. Ist das Yang in seiner richtigen Lebensfülle sinkt es wieder nach Innen. Haben wir viele Daunenfedern zusammengepresst dann wird die Ansammlung der Feder schwerer und sinkt nach unten. Haben wir hingegen nur sehr wenig Yang, wenig Daunenfedern, dann braucht es nur einen kleinen Windhauch und die Federn schweben nach oben und außen. Dies passiert auch, wenn unser Yang schon schwach ist und die Anforderungen des Alltags zu hoch werden, wir werden ausgebrannt. Unser Yang fliegt nach oben und außen, wir werden aus dem Schlaf gerissen, weil unser Geist (Yang) nach außen schwebt und nicht nach Innen sinken kann und ruht.
Wir sind erschöpft, überlastet, empfinden alles zuviel, weil unsere Lebenskraft nicht mehr stark genug ist, um sich mit dem Leben auseinandersetzen zu können. Wir haben all unsere Kraft im Stress, der Hektik des modernen Lebens aufgebraucht.
Dem Stress des Berufslebens, dem Druck von Vorgesetzten und Mitarbeitern, kann der Mensch nicht mehr begegnen. Dies liegt daran, dass unser Herz nicht mehr genug Yang hat. Wir empfinden dann Angst, Unruhe, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen,  Schreckhaftigkeit,  Schlafstörung,  Nachtschweiß.

Wie hilft TCM ?

Der große Vorteil der chinesischen Medizin ist die ganzheitliche Herangehensweise. Eine Trennung von Körper, Geist und Seele wird in dieser Heilkunde nicht vorgenommen. Die möglicherweise zugrundeliegenden seelischen Probleme, die zu einem ständigen Getriebensein, Hetze und Unzufriedenheit mit der momentanen Lebenssituation führen, werden vielleicht angesprochen. Anders als bei einer –häufig auch begleitend sinnvollen- Gesprächstherapie erfolgt die Behandlung jedoch über den Körper. Ist dieser doch der einzig greifbare Spiegel der fühlbaren Probleme, über den diese auch tatsächlich behoben werden können.

Gerade die körperorientierten, spür- und somit wahrnehmbaren Methoden der TCM haben sich in der Behandlung aller Phasen des Burnouts ausgesprochen bewährt.

Phase 1 – Überaktivität bis hin zu emotionaler Erschöpfung

Hier sind Ruhepausen und ein ausreichender Schlaf sehr wichtig. Die Akupunkturbehandlung steht an erster Stelle, einmal wöchentlich zur Senkung des überschüssigen Yang und für die „liebe Seele“. Begleitend u.U. winzige Dauernadeln in die Ohrmuschel.

An zweiter Stelle die Tuina-Behandlung. Hier werden die verspannten Muskeln und Sehnen wieder gelöst. Der Fluß der Lebensenergie Qi wird so harmonisiert. Nicht wenige Patienten schlafen schon während der Behandlung ein! Auch können die muskulären Blockaden mit der Schröpftherapie aufgelöst werden (Schröpfmassage).

Phase 2 – Angst, Rückzugstendenzen, seelische Anspannung und manifeste depressive Stimmungen

Die psychischen Aspekte nehmen zu. Hier wird die Akupunktur dann mit der Kräutertherapie kombiniert. Die Akupunktur wirkt in diesem Fall entspannend und hilft dabei, das innere Gleichgewicht wieder herzustellen. Die Kräuter stabilisieren das Herz und die Nieren – diese „Organe“ werden aus Sicht der TCM in dieser Phase des Burnout beeinträchtigt.

Phase 3 - verminderte Leistungsfähigkeit und zunehmender Rückzug, Depression

Neben der nach wie vor notwendigen seelischen Stabilisierung (Akupunktur) ist es in dieser Phase wichtig die Energiereserven wieder aufzufüllen. Dies geschieht durch Strategien zur angepassten Ernährung – das tägliche Essen ist die wichtigste Energiequelle!- und durch Kräuterrezepturen. Diese werden dann regelmäßig angepasst und sollten schon über mehrere Monate lang eingenommen werden.