Wie fühlt sich Akupunktur an?
Es können je nach PatientIn während oder nach der Behandlung unterschiedliche Empfindungen wahrgenommen werden. Die einen spüren Schwere oder Leichtigkeit, ein Wärmegefühl oder ein Kribbeln. Auch wenn man nichts Besonderes spürt, heisst dies keinesfalls, dass die Behandlung keine Wirkung zeigt.   

Ist Akupunktur schmerzhaft?
Akupunkturnadeln sind wesentlich dünner als Spritzen (nur 0.2 - 0.3 mm) und gleichzeitig flexibel. Das Schmerzempfinden ist bei allen Patienten unterschiedlich und wird von den meisten als leicht spürbar bis angenehm angegeben. Was allerdings beim Stimulieren einer Akupunkturnadel in den meisten Fällen entsteht, ist die so genannte Nadelsensation (De-Qi). Dabei empfindet der Patient ein dumpfes, tiefes Gefühl, welches manchmal auch beschrieben wird als Druck, der sich entlang der Leitbahn ausdehnen kann.

Werden Akupunkturnadeln wieder verwendet?
Nein. In westlichen Ländern werden ausschliesslich sterile Einweg-Nadeln verwendet, die nach der Behandlung entsorgt werden. Damit kann jedes Ansteckungsrisiko ausgeschlossen werden.

Kann Akupunktur auch bei Kindern angewendet werden?
Ja. Bei Kindern werden im Gegensatz zu Erwachsenen nur wenige Akupunkturpunkte pro Behandlung verwendet und die Nadeln werden nach dem Einstechen und Stimulieren sofort wieder entfernt. Bei Jugendlichen wird wie bei Erwachsenen behandelt. Bei Kleinkindern wird in der Regel die Kräuterheilkunde und Tuina-Heilmassage der Akupunktur vorgezogen.

Welche Nebenwirkungen sind bei der Kräutertherapie möglich?
Die TCM-Arzneimittel sind in der Regel ohne Nebenwirkungen. Manchmal wird beobachtet, dass der Stuhlgang etwas weicher wird, bzw. es zu einer leichten Gasentwicklung im Bauch kommt. Nach einigen Tagen reguliert sich die Verdauung in den meisten Fällen von selber. Zum Teil wird der Appetit besser – was aus Sicht der Chinesischen Medizin immer ein gutes Zeichen ist. Die Wirkungen sind ansonsten recht erfreulich – weil Körper und Geist besser funktionieren. In diesem Sinn verschwinden Müdigkeit, Kälte- oder Hitzegefühl,  Schlafstörungen, Unruhe, Verstopfung etc., ohne dass man es besonders therapiert.

Wie muss ich die Arzneimittel einnehmen?
In Europa werden in den meisten Fällen Kräuter in gefriergetrockneter pulverisierter Form als Granulat verschrieben. Das ist einfacher, günstiger aber etwas weniger stark als die ursprüngliche Einnahme als Dekokt (Rohdrogen in Wasser ausgekocht). Per Messlöffel wird das Pulver in der verschriebenen Dosis zwischen ein bis sechs Mal am Tag eingenommen. Die gängigste Verschreibung ist zwei Mal im Tag 2 bis 3 Gramm. Von uns sowie von der Apotheke, welche Ihnen diese Mittel per Post zustellt, gibt es einen detaillierten Gebrauchshinweis. Rohdrogen werden in Wasser über dreissig Minuten ausgekocht und die Flüssigkeit über den Tag verteilt getrunken. Beide Formen werden in den selten Fällen als wohlschmeckend empfunden. Man muss sich erst etwas daran gewöhnen!  

Muss ich speziell auf Essen und Trinken achten, wenn ich eine Kräutertherapie mache?
Das sollte man natürlich immer! Es gibt nur eine Auflage bezüglich besserer Aufnahme der Arzneimittel im Darm. Das heisst, man sollte einen möglichst leeren Magen haben zur Einnahme. Zirka eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Hauptmahlzeit ist ideal. Trinken können Sie soviel Sie wollen. Es kann sein dass die Therapeutin / der Therapeut Ihnen spezielle Hinweise zur Ernährung geben wird – diese sind individuell und krankheitsbezogen.

Kann ich weiterhin homöopathische Arzneimittel einnehmen?
Aus Sicht der TCM gibt es keine Bedenken. Fragen Sie sicherheitshalber bei der verschreibenden Person nach. Prinzipiell ist es jedoch sinnvoller, sich für eine Therapie zu entscheiden und eine Zeit lang bei dieser zu bleiben. Zu viele verschiedene Impulse zur gleichen Zeit wirken nicht unbedingt besser. 

Kann es sein, dass europäische Menschen TCM Therapien schlechter vertragen als Chinesen?

Die Chinesische Medizin, die in der Schweiz angewandt wird, wird von den meisten Patienten sehr gut vertragen. Uns ist nichts darüber bekannt, dass europäische Menschen diese Therapien schlechter vertragen. Die Chinesische Medizin ist ein Medizinsystem, dass seit Tausenden von Jahren in China weitervermittelt und weiterentwickelt wurde. Die Methoden der TCM (Akupunktur, Kräuter, Diätetik, Schröpfen etc.) sind jedoch Arbeitsmethoden, die es auch hier gegeben hat. Diese Methoden sind also auf alle Menschen gleich zu übertragen.